"Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.", Charles Darwin
"Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.", Charles Darwin

Landschaftsschutzgebiet (LSG) Lindhorst-Ramstedter Forst

Die geplante Haldenerweiterung des Kaliwerkes Zieles steht unseres Erachtens in Widerspruch zu den Entwicklungszielen sowie dem Schutzzweck (§ 3) des LSG Lindhorst-Ramstedter Forst.

 

Insbesondere ist auch das kulturhistorisch wertvolle (siehe Schutzzweck, § 3) und unter Denkmalschutz stehende Jagdschloss Heinrichshorst unmittelbar von der Haldenerweiterung betroffen.

 

Ausführliche Informationen erhalten Sie hier:

Verordnung des Landkreises Bördekreis über das Landschaftsschutzgebiet Lindhorst-Ramstedter Forst (LSG0014OK)

Auch die dazugehörige Gebietsbeschreibung hebt die Besonderheit dieses Landschafts-schutzgebietes, insbesondere des von Rodung bedrohten Waldgebietes um Heinrichshorst, hervor.

Ebenso wird auch hier auf die schädlichen Auswirkungen der Kalihalden des Werkes Zielitz auf die Umwelt eingegangen.

 

So heiß es unter anderem:

"Wie in der gesamten Colbitz-Letzlinger Heide dominieren Kiefern, nur im östlichen Teil bei Ramstedt und Heinrichshorst sind auch großflächige Laubmischwälder vorhanden."

 

"Genauso optisch störend wie auch ökologisch bedenklich ist die einen Quadratkilometer große und Dutzende von Metern hohe Kalihalde („Kalimandscharo“) des Kalisalzbergbaues Zielitz. Die Halde liegt nördlich Loitsche innerhalb der Grenzen des LSG. Vor allem von Süden, aber auch von Westen ist die Halde schon aus vielen Kilometern Entfernung sichtbar und hat mit zum Namen ”Zielitzer Schweiz” für diese Gegend beigetragen. Die salzhaltigen Emissionen haben zu einer starken Schädigung der umliegenden Wälder geführt."

 

"Die Weiterentwicklung von naturverträglichem Tourismus sollte unter Schonung ökologisch sensibler Bereiche wie der Laubwälder um Heinrichshorst oder der Hägebachniederung erfolgen. Die Forste sind langfristig in naturnähere Wälder umzubauen. Die Nutzung sollte stellenweise durch Einzelstammentnahme erfolgen. Auf größere Kahlschläge ist zu verzichten."

Gebietsbeschreibung Landschaftsschutzgebiet Lindhorst-Ramstedter Forst
Gebietsbeschreibung Landschaftsschutzgeb[...]
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Hohe Artenvielfalt bedroht durch geplante neue Halde

Neben dem vielfältigen und alten Baumbestand bildet die hohe Artenvielfalt an Tieren eine weitere Besonderheit. So leben in dem Wald um Heinrichshorst auch viele unter strengem Artenschutz stehende Tiere. Neben Seeadler, Grün- und Schwarzspecht oder Hirschkäfer sind es vor allem die 13 Fledermausarten (Stand 2012, vgl. Jahresschrift "NABU-ZEIT" unten, S. 18), die dieses Waldgebiet mehr als schützenswert machen.

 

Beispiel:

"Der Hirschkäfer ist wegen seines drastischen Rückgangs in der bundesweiten Roten Liste als „stark gefährdet" eingestuft und nach der Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt". In der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU (Anhang II) ist der Käfer als Art „von gemeinschaftlichem Interesse" aufgelistet, für dessen Erhaltung die Mitgliedsstaaten eine besondere Verantwortung und Verpflichtung haben."

 

"Als Lebensraum nutzt der Hirschkäfer alte Eichen- und Eichenmischwälder sowie Buchenwälder mit einem entsprechenden Anteil an Totholz bzw. absterbenden Althölzern." (Quelle: LANUV NRW)

"Die besiedelten Eichenwälder müssen mindestens 5 ha groß sein. Auch müssen sie 150 bis 250 Jahre alte Bäume aufweisen, da diese über die Saftmale verfügen, an denen ein für die Energieversorgung der erwachsenen Käfer lebenswichtiger Saft austritt." (Quelle: NABU)

Jahresschrift NABU-ZEIT (Kreisverband Ohrekreis e.V.), Ausgabe 2012
Auf den Seiten 18 und 19 wird die Fledermaussituation um Heinrichshorst beschrieben.
NABU-ZEIT_Fledermausarten_2012.pdf
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Der Spiegel_Leise wandert der See.pdf
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