"Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.", Charles Darwin
"Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand.", Charles Darwin

Informationen zur geplanten Haldenkapazitätserweiterung in Zielitz

K+S plant am Standort Zielitz eine Erweiterung der Halde II (die sog. „HKE II“). Die Unterlagen zu diesem Vorhaben sollen 2015 bei dem Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) Sachsen-Anhalt zur Prüfung auf Genehmigung eingereicht werden.

 

Die aktuelle Planung umfasst eine Erweiterung der Haldenfläche um 210ha inmitten des „Landschaftsschutzgebietes Lindhorst-Ramstedter Forst“ (LSG0014OK) mit ökologisch sensiblem Laubmischwaldbestand – Lebensraum vieler zum Teil auch streng geschützter Tiere (u.a. Seeadler, Grünspecht, Schwarzspecht, Mopsfledermaus, Hirschkäfer) und Pflanzen, die nach der FFH-Richtlinie und der Vogelschutz-Richtlinie geschützt sind.

 

Ab 2018/2019 soll im Rahmen sukzessiver Waldrodung mit der der ersten Aufschüttung begonnen werden bis dann ca. 2040 die komplette Fläche von 210ha mit Salzabfällen zugeschüttet sein soll.

Ausmaß der bevorstehenden Zerstörung eines jahrhundertealten Waldbestandes

 

Die orangen Flächen der Abbildung links markieren die bereits bestehenden Kalihalden, die rote Fläche repräsentiert die geplante "HKE II".

 

Laut K+S ist diese geplante rote Fläche jedoch noch nicht endgültig, da angeblich noch Alternativen zu prüfen seien. Hierbei sei angemerkt, dass seitens K+S im Rahmen einer Informationsveranstaltung für die Anwohner mehrfach betont wurde, dass es „keine" Alternativen gäbe!

 

Mitte 2015, wenn das Kaliwerk Zielitz seine Unterlagen beim zuständigen LAGB einreicht, soll die geplante Fläche endgültig feststehen.

Für Zielitz sind bereits 357 Mio. Tonnen Rückstandssalz genehmigt. Mit der geplanten Haldenerweiterung sollen es ca. 700 Mio. Tonnen werden. Diese Masse Rückstandssalz droht laut Expertenaussagen, nachweislich ein Süßwasservolumen von ca. 1.750 Kubik-Kilometern zu versalzen und für uns alle - Mensch, Tier und Pflanzen - unbrauchbar zu machen.

Wenn man von einem Wasserpreis von 1 Euro/m³ ausgeht, können allein durch das Wasserversalzungspotential volkswirtschaftliche Kosten von ca. 1.750 Milliarden Euro allein für Sachsen-Anhalt entstehen!

 

Die Fotos oben im Titelbild (aufgenommen im LSG Lindhorst-Ramstedter Forst sowie bei Loitsche der Seegraben) zeigen wie verheerend die Auswirkungen für weitere Waldgebiete und Ökosysteme im Allgemeinen sein können.

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